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KI entscheidet nicht. Unsere Ärzte tun es, nur eben jetzt mit besserem Werkzeug.

In der aktuellen Debatte über künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen geht es selten um die Technologie selbst, sondern um die Erzählung, die sich um sie herum aufgebaut hat: KI als Automatisierungswerkzeug, das ärztliche Entscheidungen irgendwann überflüssig machen wird und Versorgungssysteme schlanker macht, indem es den Menschen aus der Gleichung herausnimmt. Diese Erzählung untergräbt das Vertrauen in digitale Versorgungsangebote, bevor diese überhaupt die Chance hatten, ihren Nutzen unter Beweis zu stellen. Bei Medgate gehen wir einen anderen Weg.


Spezialisierung als Grundlage verlässlicher Versorgung


Medgate ist seit 1999 in der Schweiz tätig und seit über fünf Jahren auf dem deutschen Markt aktiv, als Unternehmen, das Telemedizin als Kernkompetenz betreibt. Unsere Ärztinnen und Ärzte sind festangestellt; wir arbeiten weder nach einem Vermittlungsmodell noch nach einer Plattformlogik mit zugeschalteten Freiberuflern. Das verpflichtet uns, eigene Qualitätsstandards zu entwickeln, eigene Software zu bauen und eine eigene Akademie zu betreiben. Gleichzeitig konzentrieren wir uns bewusst auf den privaten Krankenversicherungsmarkt, denn die regulatorischen Rahmenbedingungen lassen für reine Telemedizin-Anbieter mit angestellten Ärztinnen und Ärzten derzeit keine direkte GKV-Teilnahme zu, und wir sind nicht bereit, unser Modell zugunsten breiterer Marktpräsenz aufzuweichen. Fokussierung ist das Fundament eines Qualitätsversprechens, das wir gegenüber unseren PKV-Partnern und deren Versicherten einlösen können.


KI arztseitig einsetzen, eine Frage der Haltung


Bei Medgate arbeitet KI arztseitig, nicht patientenseitig. Sie unterstützt bei der Dokumentation von Konsultationen, fasst Gesprächsverläufe zusammen und entlastet unsere Ärztinnen und Ärzte von administrativen Aufgaben, die Zeit binden, ohne medizinischen Mehrwert zu erzeugen. Einzelfallentscheidungen trifft sie nicht. Wer KI im medizinischen Kontext verantwortungsvoll einsetzen will, muss zuerst klären, wo die Grenze zwischen Unterstützung und Entscheidungshoheit verläuft, und diese Grenze dann auch halten, unabhängig davon, was technisch möglich wäre. Der Arzt entscheidet, immer. KI verbessert die Bedingungen, unter denen diese Entscheidung getroffen wird, indem sie Bürokratie reduziert und mehr Raum für das schafft, was medizinisch zählt: das Gespräch mit dem Patienten, die sorgfältige Einordnung der Symptome, die begründete Empfehlung. Datenschutz und Compliance sind dabei von Anfang an eingebaut.


Menschliche Kompetenz und Technologie als Einheit


Gute Telemedizin stellt den Menschen und nicht den Algorithmus ins Zentrum. Was wir bei Medgate aufbauen, folgt der Überzeugung, dass ärztliche Kompetenz und moderne Technologie sich gegenseitig verstärken, wenn man sie mit dem richtigen Verständnis zusammenbringt. KI ist in diesem Rahmen kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, das seinen Wert daran bemisst, ob es die Qualität ärztlicher Arbeit messbar verbessert.


Der Autor


Mag. Jörg Weise ist seit Mai 2024 bei der Medgate Deutschland GmbH tätig, seit Januar 2025 Geschäftsführer. Zuvor verantwortete er das DACH-Geschäft bei Infermedica, einem Spezialisten für digitale Symptomanalyse und Patientenaufnahme. Weise verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen E-Health, KI-gestützte Versorgung und digitale Transformation. Bei Medgate verantwortet er den Ausbau telemedizinischer Versorgungsangebote auf dem deutschen Markt.


Kontakt

August-Bebel-Straße 27

04275 Leipzig, Deutschland

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